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Grusswort an die Gemeinde und ihre Gäste

"Du siehst mich", so hieß die Losung des letzten Kirchentages, der Ende Mai in Dessau-Roßlau, Erfurt, Halle/Eisleben, Jena/Weimar, Leipzig, Magdeburg, Berlin und Wittenberg gefeiert wurde. "Du siehst mich." Wer spricht hier zu wem? Im ersten Buch Mose 16,13 lesen wir von Hagar, der Sklavin. Als der Kinderwunsch von Abraham und Sarah unerfüllt blieb, zeugte Abraham mit Hagar ein Kind. Dass ein Mann mehrere Frauen nebeneinander haben konnte, war zu jener Zeit durchaus üblich. Aber wie die Geschichte zeigt, taten solche Familienverhältnisse auch damals schon den Menschen nicht wirklich gut. Überheblichkeit, Enttäuschung, Eifersucht und Neid führten dazu, dass die schwangere Hagar auf die Flucht ging. Allein in der Wüste. Ihre Lage schien aussichtslos. Da begegnete sie Gott. Hagar betete: "Du bist der Gott, der mich anschaut." Sie spürte, ich bin trotz allem ein angesehener Mensch. Das tat Hagar gut, gerade jetzt, wo sie sich so einsam und verlassen fühlte.

"Du siehst mich“, war auf den ungezählten Kirchentagsplakaten und hundert tausenden verkauften Schals zu lesen. Alle sollten diese Botschaft hören und sich daran freuen. Die Worte können uns zugleich daran erinnern, dass auch wir einander ansehen und wahrnehmen sollen. Manche fühlen sich provoziert von der Behauptung: Da ist ein Gott, der Menschen sieht. "Ich merke davon nichts", stellen Kritiker fest.

Andere sagen: „Solch ein großes
Christentreffen stärkt den Glauben und lässt uns spüren, dass Gott uns Menschen sieht.“
Viele Prominente nahmen den Kirchentag zum Anlass, sich öffentlich zu Wort zu melden. So dankte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (selbst Mitglied der evangelisch-reformierten Kirche) den Christen für all das, was durch sie „an Gutem in unserer Gesellschaft geschieht“. Das Staatsoberhaupt sagte, dass Gebete, Gottesdienste und geistliche Tagungen „unendlich wichtig“ für die gesamte Gesellschaft sind. Gelebter Glaube kann den Horizont der Menschen im Alltag erweitern. Unserer Gesellschaft würde viel Menschlichkeit und Wärme fehlen, wenn es das diakonische Engagement der Christen nicht gäbe. Steinmeier sprach mit Hochachtung vom Reformator Martin Luther. Wir könnten auch heute noch viel von seinem Mut und seiner Festigkeit im Glauben lernen. Den Kirchentag lobte der Bundespräsident als lebendiges Fest der Gemeinschaft.
Der anglikanische Erzbischof aus Südafrika hielt die Predigt beim Abschlussgottesdienst in Wittenberg. Er rief u.a. die ZuhörerInnen, besonders die jungen Menschen dazu auf, die Welt zum Guten zu verändern, statt gleichgültig in den Tag hineinzuleben.

Als besonderer Höhepunkt galt der Besuch vom früheren US-Präsidenten Barack Obama, der sich als 27-Jähriger selbst taufen ließ. 70.000 Menschen kamen, um den Ehrengast zu erleben. Er freute sich, so viele junge Leute im Publikum zu sehen. Passend zum Kirchentagsthema „Du siehst mich“ sagte Obama: „In den Augen Gottes ist ein Kind auf der anderen Seite der Grenze nicht weniger wert als mein eigenes Kind.“ Auch der einst mächtigste Mann der Welt forderte dazu auf, aktiv zu werden, zum Beispiel in der Politik oder in der Kirche als Pastor. Menschen können viel erreichen und die Welt zu einem besseren Ort machen.
Kirchentage sind geprägt von vielen Vorträgen und Gesprächen. Es ist gut, wenn sich möglichst viele Christen Gedanken um den Glauben und die Zukunft der Kirche machen. Der Austausch und das Hören auf andere kann uns selbst weiterbringen. Noch wichtiger aber ist es, sich klar zu machen, dass Gott selbst die Kirche trägt. Denn, Gott sieht uns und sein Geist weht, wo er will. Das gibt Gelassenheit. Übrigens findet der nächste Evangelische Kirchentag im Juni 2019 in Dortmund statt.
Doch heute wünsche ich Ihnen erstmal eine behütete Sommerzeit.

Mit herzlichen Grüßen Ihre Pfarrerin
Susanne Aechtner

DANKE

Es ist Zeit DANKE zu sagen. Viele Menschen bereichern unsere Kirchgemeinde indem sie das Gemeindeleben aktiv mit gestalten. Zeit ist ein wertvolles Gut in unserer modernen Welt. Als Kirchgemeinde sind wir froh, dass Menschen sich bei uns engagieren und sich mit ihren Begabungen einbringen. Der eine ist vielleicht im Posaunenchor oder im Kirchenvorstand aktiv, andere schmücken und gestalten unsere Kirchen in Saritsch und Neschwitz, damit wir würdige Gottesdienste feiern können. Es kommt vor, dass Einzelne mit guten Ideen zur Stelle sind, einen Mangel beseitigen, etwas reparieren oder ohne großes Aufsehen erneuern. Manche Firma nimmt eine Spendenquittung, statt sich den Rechnungsbetrag auszahlen zu lassen. Auch Einzelpersonen unterstützen die Arbeit unserer Kirchgemeinde oftmals mit Geldzuwendungen. Mancher hilft bei Arbeitseinsätzen, trägt regelmäßig die Kirchennachrichten aus, bäckt Kuchen oder übernimmt bei Gemeindeveranstaltungen Aufgaben in der Küche. Wieder andere bereiten Kindergottesdienste vor, bringen sich mit ihren musikalischen Fähigkeiten ein oder werden schauspielerisch tätig. Auch wer sich Zeit nimmt, um einen anderen Menschen zu besuchen, tut damit einen wichtigen Dienst. Manche(r) macht sich nützlich, weil er oder sie Kinder oder andere Gemeindeglieder zu verschiedenen Veranstaltungen begleitet oder fährt Besonders wichtig für unsere Gemeinde sind auch all die, die regelmäßig die Gottesdienste und andere Gemeindekreise besuchen und durch ihre Gebete unsere christliche Gemeinschaft mittragen und stärken. Ein ausdrückliches DANKESCHÖN sei Ihnen allen heute gesagt.

Ihre Pfarrerin Susanne Aechtner