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Grusswort an die Gemeinde und ihre Gäste

IM BLICKOKTOBER 2017

Liebe Gemeinde,

in ganz Deutschland gibt es in diesem Jahr im Oktober einen zusätzlichen Feiertag. Das freut die Schüler und sicher auch die Berufstätigen und noch viele andere. Gefeiert wird der Anfang der Reformation in unserer Kirche vor 500 Jahren. Am 31. Oktober 1517 hat der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther seine berühmten 95 Thesen veröffentlicht. Damit sollte ein Gespräch anfangen. Mit den zuständigen Leuten wollte er reden, um die Missstände in der Kirche seiner Zeit abzuschaffen. Damit wollte er eine Erneuerung einleiten. Der lateinische Begriff dafür heißt Reformation. Vielleicht hat er sein Schriftstück an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angenagelt. Die Wissenschaftler konnten bis jetzt nicht eindeutig herausfinden, wie Martin Luthers Thesen in der Öffentlichkeit bekannt geworden sind.
Aber eins ist unumstritten: Luther hat damals deutlich Kritik geübt an den Zuständen in seiner Kirche, die er zum Teil unerträglich fand. Und er wollte eine öffentliche Diskussion. Mit den Verantwortlichen zusammen wollte er nach Wegen suchen, um Dinge zu ändern, die dem Evangelium entgegenstanden.
Tatsächlich gab es viel Interesse und Aufregung um Luthers Worte. Die Kirchenführer wollten allerdings nicht mit Luther diskutieren. Sie wollten, dass er sich beruhigt und den Mund hält. Das kennen wir. Auch unter uns heute, werden Kritiker oft als lästig empfunden. Wir können dies in Diktaturen, aber auch zwischen Arbeitskollegen, in der Schule, zwischen Lebenspartnern, in Familien, zwischen Eltern und Kindern, oder auch in der Politik erleben. Wenn sich bei Auseinandersetzungen konstruktive Gespräche entwickeln, Verständnis wächst und am Ende eine passende Lösung gefunden wird, sind die Beteiligten meist völlig überrascht.
Damals ist der Gesprächsprozess zwischen Luther und den Kirchenführern nicht gelungen. Die einen wollten beim Alten bleiben und taten es. Die, die Veränderungen wollten, versuchten einen anderen Weg. Daraus entstand die Evangelische Kirche und später noch verschiedene andere christliche Kirchen.
Was gibt es da zu feiern, fragen manche nun. Ist es nicht eher ein Unglück, wenn noch nicht einmal Christen sich einigen und vertragen können? Manche sagen: Den zusätzlichen freien Tag nehme ich gern, aber ansonsten interessiert mich die Kirche nicht. Ist doch alles längst überholt und veraltet. Wer ein bisschen genauer hinschaut, wird vielleicht zugeben: Luthers Reformation hat Wirkungen gehabt, die die Welt verändert haben.
Dass Luthers Bibelübersetzung ein wichtiger Beitrag für die deutsche Schriftsprache war, haben wir sogar im DDR-Geschichtsunterricht in der Schule gelernt. Luther hat sich dafür eingesetzt, dass alle: Männer und Frauen, wohlhabende und einfache Leute selbst in der Bibel lesen konnten. Die Menschen sollten befähigt werden, selber zu denken und zu entscheiden, was sie glauben wollten. So ist Reformation ein Prozess, der bis heute andauert. Ich finde, das ist ein Grund zum Feiern. „Reformation heißt, die Welt zu hinterfragen“, so der Titel einer Kampagne zum Reformationsjubiläum. Reformation bedeutet Erneuerung. Wir sind gefordert, uns immer wieder auf Neues einzulassen.
Prüfet alles, das Gute aber behaltet, lesen wir im Neuen Testament (1.Thessalonicher 5,10). Heute sind die Christen über Konfessionsgrenzen hinweg miteinander im Gespräch. Dabei werden auch Unterschiede angesprochen und Erfahrungen ausgetauscht. Wenn wir aufeinander hören und als Christen in dieser Welt miteinander unterwegs sind, bereichert das meist alle Beteiligten. Und Glaube und Gottvertrauen können wachsen. Dies ist gewiss im Sinne Luthers und entspricht dem Willen Jesu Christi.

Herzliche Grüße sendet Ihnen Ihre Pfarrerin
Susanne Aechtner

DANKE

Es ist Zeit DANKE zu sagen. Viele Menschen bereichern unsere Kirchgemeinde indem sie das Gemeindeleben aktiv mit gestalten. Zeit ist ein wertvolles Gut in unserer modernen Welt. Als Kirchgemeinde sind wir froh, dass Menschen sich bei uns engagieren und sich mit ihren Begabungen einbringen. Der eine ist vielleicht im Posaunenchor oder im Kirchenvorstand aktiv, andere schmücken und gestalten unsere Kirchen in Saritsch und Neschwitz, damit wir würdige Gottesdienste feiern können. Es kommt vor, dass Einzelne mit guten Ideen zur Stelle sind, einen Mangel beseitigen, etwas reparieren oder ohne großes Aufsehen erneuern. Manche Firma nimmt eine Spendenquittung, statt sich den Rechnungsbetrag auszahlen zu lassen. Auch Einzelpersonen unterstützen die Arbeit unserer Kirchgemeinde oftmals mit Geldzuwendungen. Mancher hilft bei Arbeitseinsätzen, trägt regelmäßig die Kirchennachrichten aus, bäckt Kuchen oder übernimmt bei Gemeindeveranstaltungen Aufgaben in der Küche. Wieder andere bereiten Kindergottesdienste vor, bringen sich mit ihren musikalischen Fähigkeiten ein oder werden schauspielerisch tätig. Auch wer sich Zeit nimmt, um einen anderen Menschen zu besuchen, tut damit einen wichtigen Dienst. Manche(r) macht sich nützlich, weil er oder sie Kinder oder andere Gemeindeglieder zu verschiedenen Veranstaltungen begleitet oder fährt Besonders wichtig für unsere Gemeinde sind auch all die, die regelmäßig die Gottesdienste und andere Gemeindekreise besuchen und durch ihre Gebete unsere christliche Gemeinschaft mittragen und stärken. Ein ausdrückliches DANKESCHÖN sei Ihnen allen heute gesagt.

Ihre Pfarrerin Susanne Aechtner