Aktuelles Kirchgemeinde Kinder und Jugend Kirchenmusik Historisches KV intern Ortsgesetze
Startseite Kirchgemeinde Grusswort

Kirchgemeinde


Grusswort IM BLICK - Gemeindebrief Sorbische Gemeindeglieder Pfarramt Pfarrerin Kirchenvorstand Friedhof Wie ist das? Frauenkreis Vom Kirchturm geschaut

Gästebuch - Kirche Neschwitz Publisher- Kirche Neschwitz Sitemap - Kirche Neschwitz Linksammlung Kontakt - Kirche Neschwitz Impressum

Grusswort an die Gemeinde und ihre Gäste


Liebe Gemeinde,

jedes Jahr wieder hören wir die Geschichte von Maria, die hochschwanger mit Josef durchs Land zog. Kein vernünftiges Quartier konnten sie finden in Bethlehem. Jesus wurde geboren und in eine Futterkrippe gelegt. Schon bald bekam die kleine Familie Besuch. Einfache, verachtete, arme Leute waren die ersten Gäste. Tief beeindruckt begannen die Hirten zu beten. Und sie spürten, hier begegnet uns Gott. Später berichteten sie allen, was sie erfahren und verstanden hatten.
Dann die Weisen aus dem Morgenland - sie hatten einen weiten Weg auf sich genommen. Unbedingt wollten sie den neuen König begrüßen. Gewiss waren sie überrascht, als sie am Ziel ihrer Reise auf ein armes Kind trafen. Sie beteten und beschenkten das Neugeborene mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.
So ging es los mit Maria und Josef und dem Kind. Lukas und auch die anderen Evangelisten berichten davon. Nicht ganz so bekannt, sind die dann folgenden Geschichten. Jesu Eltern waren fromme Juden. Vierzig Tage nach der Geburt machten sie sich auf den Weg nach Jerusalem. Sie brachten ihr Kind in das Gotteshaus. So war es üblich, so schrieb es das jüdische Gesetz vor. Dort im Tempel wollten sie ein Dankopfer bringen und das Kind sollte Gott geweiht werden.
Nun lebte damals in Jerusalem ein Mann namens Simeon. Er wartete seit Jahren auf den Retter Israels. Inzwischen war er sehr alt geworden. Dieser hochbetagte Mann betete jeden Tag: „Herr, lass mich den Retter sehen, ehe ich sterbe.“ Und er glaubte fest, dass Gott ihm seine Bitte erfüllen würde. Oft ging er zum Tempel und hielt dort Ausschau nach dem Retter. Aber vergeblich. Der Retter kam nicht.
Eines Tages trieb es Simeon wieder zum Tempel. Es war ihm, als hätte er Gottes Stimme gehört: „Heute wirst du den Retter sehen.“ Gespannt sah sich Simeon im Vorhof des Tempels um. Da fiel sein Blick auf Maria und Josef. Dort zwischen all den vielen Menschen standen sie mit ihrem kleinen Sohn. Als Simeon das Kind sah, wusste er plötzlich: Das ist der Retter. Gott hat ihn uns geschickt. Er hat sein Volk nicht vergessen. Voller Freude eilte der alte Mann auf das Kind zu. Begeistert nahm er es auf den Arm. Simeon dankte Gott: „Herr, du hast dein Versprechen gehalten. Nun kann ich in Frieden sterben. Denn ich habe mit meinen eigenen Augen den Retter der Welt gesehen. Er bringt Licht und Hoffnung in unsere Welt.“
Dann wurde Simeon auf einmal ganz still. Er schaute Maria ins Gesicht und sagte mit ernsten Worten: „Dein Kind wird einmal viele Menschen aufrichten. Aber es werden sich auch viele über ihn ärgern. Du wirst seinetwegen viel Kummer haben.“
Und als er noch mit ihr redete, kam eine alte Frau hinzu. Hannah war ihr Name. Sie war eine Prophetin. Vor vielen Jahren hatte sie ihren Mann verloren. Inzwischen war sie 84 Jahre alt geworden und verließ den Tempel nicht mehr. Als sie das Kind sah, rief sie glücklich: „Da ist ja der Retter! Endlich ist er gekommen. Gott sei Lob und Dank.“ Allen, die mit ihr auf den Retter gehofft hatten, erzählte sie davon.
Maria und Josef waren in den Tempel gekommen, einfach nur so, weil es Tradition war. Ich kann mir vorstellen, wie überrascht sie waren, als die beiden alten Menschen auf sie zu kamen. Simeon und Hannah - wie lange mögen sie voller Sehnsucht auf diesen Moment gewartet haben? Manchmal dauert es sehr lange, bis sich eine Hoffnung erfüllt. Uns allen wünsche ich die Geduld, Weisheit und die Aufmerksamkeit dieser beiden alten Menschen.
Mögen wir in dieser Advents- und Weihnachtszeit wie Hannah und Simeon glauben, vertrauen und erkennen, dass es Gott gut mit uns meint.

Gottes Segen wünscht Ihnen Ihre Pfarrerin
Susanne Aechtner

DANKE

Es ist Zeit DANKE zu sagen. Viele Menschen bereichern unsere Kirchgemeinde indem sie das Gemeindeleben aktiv mit gestalten. Zeit ist ein wertvolles Gut in unserer modernen Welt. Als Kirchgemeinde sind wir froh, dass Menschen sich bei uns engagieren und sich mit ihren Begabungen einbringen. Der eine ist vielleicht im Posaunenchor oder im Kirchenvorstand aktiv, andere schmücken und gestalten unsere Kirchen in Saritsch und Neschwitz, damit wir würdige Gottesdienste feiern können. Es kommt vor, dass Einzelne mit guten Ideen zur Stelle sind, einen Mangel beseitigen, etwas reparieren oder ohne großes Aufsehen erneuern. Manche Firma nimmt eine Spendenquittung, statt sich den Rechnungsbetrag auszahlen zu lassen. Auch Einzelpersonen unterstützen die Arbeit unserer Kirchgemeinde oftmals mit Geldzuwendungen. Mancher hilft bei Arbeitseinsätzen, trägt regelmäßig die Kirchennachrichten aus, bäckt Kuchen oder übernimmt bei Gemeindeveranstaltungen Aufgaben in der Küche. Wieder andere bereiten Kindergottesdienste vor, bringen sich mit ihren musikalischen Fähigkeiten ein oder werden schauspielerisch tätig. Auch wer sich Zeit nimmt, um einen anderen Menschen zu besuchen, tut damit einen wichtigen Dienst. Manche(r) macht sich nützlich, weil er oder sie Kinder oder andere Gemeindeglieder zu verschiedenen Veranstaltungen begleitet oder fährt Besonders wichtig für unsere Gemeinde sind auch all die, die regelmäßig die Gottesdienste und andere Gemeindekreise besuchen und durch ihre Gebete unsere christliche Gemeinschaft mittragen und stärken. Ein ausdrückliches DANKESCHÖN sei Ihnen allen heute gesagt.

Ihre Pfarrerin Susanne Aechtner