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Grusswort an die Gemeinde und ihre Gäste

IM BLICK NOVEMBER 2017

Liebe Gemeinde,

der November ist für viele Menschen ein schwerer Monat. Unfreundliches Wetter und das fehlende Sonnenlicht drücken die Stimmung. „Die Sorgen belasten mich mehr als sonst. Manchmal habe ich das Gefühl, ich stecke fest wie in einer Schlammpfütze. Nichts geht mehr. Ich komme nicht voran, und zurück kann ich auch nicht einfach. Es geht mir nicht gut.“ Vielleicht ist die Situation vergleichbar mit einem, der sich verrannt oder verlaufen hat. Langsam bricht die Nacht herein. Vor mir erkenne ich kaum noch etwas und hinter mir liegt alles in dichtem Nebel. Manchmal geht es anscheinend nicht mehr vorwärts – aber auch nicht mehr zurück.
So kann es sein, wenn jemand in den Ruhestand geschickt wird. Oder wenn uns ein Mensch verlässt, der lange Zeit wichtig war. Wie soll es weitergehen, fragen Betroffene auch angesichts einer schweren Krankheit oder nach einem Unfall. Wenn man nicht sieht, wie es vorwärts gehen könnte und zurück geht es auch nicht, dann scheint es nur noch die Möglichkeit zu geben, einfach stehen zu bleiben. Erstarren und verharren. „Noch geht es ja, so wie es ist. Ein Wunder müsste geschehen.“
In der Bibel kann man Wundergeschichten lesen. Mir fällt dazu eine Erzählung vom Volk Israel ein. (2.Mose 14) Die Israeliten konnten aus Ägypten fliehen. Doch dann sind die Verfolger hinter ihnen her. Sie hören die Gefahr näher kommen, so als wollte die Vergangenheit sie einholen. Das macht Angst. Sie kommen nicht weiter. Hinter ihnen nahen die Truppen des Pharao bedrohlich. Vorn versperrt das Schilfmeer ihnen den Weg. Den geschundenen, verängstigten Menschen kommt nichts anderes in den Sinn, als zu klagen und sich und ihrem Anführer Mose Vorwürfe zu machen. Schnell haben sie vergessen, was zuvor in Ägypten so belastend war. „Ach wären wir nur geblieben, wo wir waren. So schlecht wie jetzt, ist es uns noch nie gegangen. Aussichtslos ist unsere Lage. Mose, du bist schuld an unserem Unglück. Warum hast du uns das angetan?“ Auch Mose fühlt sich elend. Aber sein Vertrauen auf Gott gibt er nicht auf. Er fleht: „Herr, hilf uns!“ Da hört er Gottes Antwort: „Was schreist du zu mir? Sage den Kindern Israel, dass sie weiterziehen.“
Es gibt Situationen im Leben, da ist Stillstand einfach verkehrt. Sicher muss man manchmal innehalten und sich besinnen ehe man entscheidet, was zu tun ist. Man muss überlegen, prüfen, sich mit anderen beraten. Aber irgendwann ist es dran aufzubrechen, Schritte zu wagen.
Die Israeliten damals am Schilfmeer nehmen all ihren Mut zusammen und gehen los. Und sie kommen durch, so erzählt es die Bibel. Manche jüdischen Theologen stellen fest: Erst in dem Moment, wo sie sich in Bewegung setzen, das Wasser nicht scheuen, sondern hineintreten, teilt sich das Meer. Trockenen Fußes kommen sie ins gelobte Land. Sie können überwinden, was ihnen eben noch bedrohlich erschien. Solche Erfahrungen haben Menschen auch später immer mal wieder gemacht. Sie haben gewagt weiterzugehen, wo Angst sie lähmen wollte: vorsichtig, vertrauensvoll und mit Bedacht. Wer vor lauter Bedenken stehen bleibt, kommt nirgends an und verpasst möglicherweise viel.
Bleiben Sie behütet und kommen Sie gut durch den November und durch persönliche Krisenzeiten.

Ihre Pfarrerin
Susanne Aechtner

DANKE

Es ist Zeit DANKE zu sagen. Viele Menschen bereichern unsere Kirchgemeinde indem sie das Gemeindeleben aktiv mit gestalten. Zeit ist ein wertvolles Gut in unserer modernen Welt. Als Kirchgemeinde sind wir froh, dass Menschen sich bei uns engagieren und sich mit ihren Begabungen einbringen. Der eine ist vielleicht im Posaunenchor oder im Kirchenvorstand aktiv, andere schmücken und gestalten unsere Kirchen in Saritsch und Neschwitz, damit wir würdige Gottesdienste feiern können. Es kommt vor, dass Einzelne mit guten Ideen zur Stelle sind, einen Mangel beseitigen, etwas reparieren oder ohne großes Aufsehen erneuern. Manche Firma nimmt eine Spendenquittung, statt sich den Rechnungsbetrag auszahlen zu lassen. Auch Einzelpersonen unterstützen die Arbeit unserer Kirchgemeinde oftmals mit Geldzuwendungen. Mancher hilft bei Arbeitseinsätzen, trägt regelmäßig die Kirchennachrichten aus, bäckt Kuchen oder übernimmt bei Gemeindeveranstaltungen Aufgaben in der Küche. Wieder andere bereiten Kindergottesdienste vor, bringen sich mit ihren musikalischen Fähigkeiten ein oder werden schauspielerisch tätig. Auch wer sich Zeit nimmt, um einen anderen Menschen zu besuchen, tut damit einen wichtigen Dienst. Manche(r) macht sich nützlich, weil er oder sie Kinder oder andere Gemeindeglieder zu verschiedenen Veranstaltungen begleitet oder fährt Besonders wichtig für unsere Gemeinde sind auch all die, die regelmäßig die Gottesdienste und andere Gemeindekreise besuchen und durch ihre Gebete unsere christliche Gemeinschaft mittragen und stärken. Ein ausdrückliches DANKESCHÖN sei Ihnen allen heute gesagt.

Ihre Pfarrerin Susanne Aechtner